Beschreibung des AnwesensPARK DES SCHLOSSES PELLEGRINI

Bereits vor der Konstruktion von Villen und Gärten, die das Landschaftsbild in derzweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderten, war die Uferlandschaft am Lago Maggiore für ihre Anziehungskraft berühmt. Dank der Grand Tour wurde die Bedeutung des malerischen und romantischen Sees gestärkt und vor allem die natürlichen.
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Gegebenheiten und ökologischen Aspekte der Garteninseln wurden geschätzt. Viele Erzählungen und literarische Werke machten den See nicht nur in Italien, sondern auch im Ausland bekannt und spiegelten die geografische, landschaftliche, kulturelle und pittoreske Realität wider.
Durch das Entstehen zahlreicher Villen und Gärten errang der See einen noch höheren kulturellen und landschaftlichen Stellenwert.
Die Umgebung veränderte sich im Zusammenhang mit historischen und kulturellen Bedingungen aus jener Zeit und dem sich ausbreitenden Besiedlungsphänomen mit Ferienhäusern und Gärten.
Das romantische Image eines Ferienortes und die starke Pflege sozialer Kontakte, die sich unter Nachbarn ergab, prägten mit dem Wandel des Siedlungsverhaltens die natürlichen Elemente des Landschaftsbildes und führten zur Festlegung von noch heute erkennbaren, stilistischen Merkmalen und Modellen.

Beschreibung des Parks
Struktur und Form des Seegrundstücks und der Villa mit ihren typischen Merkmalen, Nutzungsarten, ihrer gesellschaftlichen und mondänen Bedeutung spiegeln den Wert einer Kulturlandschaft wider, die ihren Ursprung im Zusammenspiel von Villa und Garten hat.
Der Blick auf den See hat für das Objekt Priorität und wird durch den terrassenförmig angelegten Garten garantiert, wobei die Abstufungen parallel zum See verlaufen.
Orografische und morphologische Merkmale von Hängen werden erfüllt und führen zu einem typischen Beispiel eines kontinuierlichen Besiedlungskonzepts.
Auch der Garten der Villa Schloss Pellegrini stellt ein besonders bedeutendes Landschaftskonzept dar. Durch die hügelige Lage und den Blick auf den Lago Maggiore hat das Objekt in Bezug auf das Panorama ebenfalls eine sehr hohe Wertigkeit und erhält das Image eines symbolträchtigen Ortes von großem Naturinteresse.
Der Garten besticht durch eine einzigartige Schönheit und weist, was das gestalterische Erscheinungsbild betrifft, ästhetische Merkmale auf, die auf die Gartenkunst jener Epoche zurückgehen.
Auch wenn er zur Zeit eher einem vernachlässigten, waldartigen Park gleicht, wurden in Wirklichkeit die klassischen Grundformen des italienischen Gartens verfolgt.
Die Rückkehr zu Formen des italienischen Gartens konnte zum ersten Mal zwischen 1840 und 1850 in England verzeichnet werden und erfuhr erst später im restlichen Europa ein beständiges Revival.
Dieses Modell sah einen Garten vor, der aus sich überlagernden Terrassen, Treppenanlagen, Wegen und Aussichtspunkten bestand, von denen aus man nicht nur die Landschaft, sondern auch die Gestaltung des Gartens genießen konnte.
Im Garten der Villa kann man die ursprünglichen Merkmale des italienischen Gartens aus dem 16. Jahrhundert erkennen, die an den eklektizistischen Stil zu Beginn des Jahrhunderts angepasst wurden. Hierfür wurden Terrassen, Balustraden, Statuen, Brunnen, ein System aus mehreren, kleinen Balkonen, Freitreppen und Wege verwendet, die zur Prägung des Landschaftsbildes beitragen und ihre Funktion in Bezug auf schöne

Aussichten erfüllen.
Des Weiteren befinden sich Überreste und Spuren einiger architektonischer Elemente von großer Bedeutung auf dem Anwesen:

– Die Säulen aus rosafarbenem Baveno-Marmor prägen „den romantischen, archäologisch wertvollen Spazierweg”, der südöstlich der Villa Schloss Pellegrini verläuft.

– Drei Muschelgrotten befinden sich an strategischen Punkten (am mit einem Fahrzeug erreichbaren Haupteingang, am Beginn des Spazierweges und an der Aussichtsterrasse unter der Villa). Die Grotten waren typische Elemente der europäischen Villen des 16.

Jahrhunderts und in ihrem Inneren standen Statuen, die Figuren der griechischen Mythologie darstellten (Pan, der die Panflöte spielt; Aktaion, eine weitere mythologische Figur). Nur eine Statue, die den Satyr verkörpert, blieb an ihrer ursprünglichen Position erhalten, im Inneren des Nymphäums der Aussichtsterrasse unter der Villa.

– Ein System aus Freitreppen und Aussichtspunkten mit Sitzbänken ermöglichen ein angenehmes Verweilen.

– Sockelrückstände aus Beton zur Positionierung von Statuen, Vasen und zwei Obelisken führen zur Treppe, die sich am Beginn des Weges zur Villa befindet.

Auch das Element Wasser spielt eine wichtige Rolle im Garten und wird durch ein System aus kleinen Bächen genutzt, die von den Hängen ins ebene Gelände fließen, um einen visuellen und akustischen Effekt zu erzielen.

Unter den Pflanzen befinden sich hauptsächlich Zierbäume wie Weihrauchzedern, Linden, verschiedenste Nadelbäume, Magnolien, Palmen, Kampferbäume, Tulpenbäume und eine Farbpracht aus Hortensien, Azaleen und Kamelien, typische Gewächse in den Gärten des 20. Jahrhunderts.

Anhang 6 – Statue des Pan, der die Panflöte spielt

Anhang 6 – Statue des Pan, der die Panflöte spielt

Anhang 7 – Statue des Aktaion

Anhang 7 – Statue des Aktaion

Anhang 8 – Statue einer mythologischen Figur

Anhang 8 – Statue einer mythologischen Figur

Anhang 9 – Statue des Satyr

Anhang 9 – Statue des Satyr

Anhang 10 – Foto des einstigen Gartens – Stiege, die zur Terrasse vor der Villa führt

Anhang 10 – Foto des einstigen Gartens – Stiege, die zur Terrasse vor der Villa führt

Anhang 11 – Foto des einstigen Gartens – Stiege von der Einfahrt Nr. 28 aus gesehen

Anhang 11 – Foto des einstigen Gartens – Stiege von der Einfahrt Nr. 28 aus gesehen

Anhang 12 – Foto des einstigen Gartens – Eingang von der Seestraße Sempione

Anhang 12 – Foto des einstigen Gartens – Eingang von der Seestraße Sempione